Kroatien reiht sich unter die Pioniere für eRezepte

Schon bald sollen elektronische Rezepte in Deutschland Realität sein: Vorbilder gibt es bereits. Mit Kroatien ist jetzt das fünfte Land für den grenzüberschreitenden Austausch von eRezepten mit anderen EU-Mitgliedstaaten bereit.

ZUSAMMENFASSUNG

Kroatien ist das fünfte Land, das für den grenzüberschreitenden Austausch von elektronischen Rezepten mit anderen EU-Mitgliedstaaten bereit ist. Ab diesem Sommer können kroatische Patienten auf Reisen in Finnland, Estland, Luxemburg und Tschechien Medikamente abholen, die in ihrem Heimatland verordnet wurden.

Seit Januar sind Finnland und Estland die ersten aktiven Teilnehmer der eHealth Network Richtlinie, an der bis zum Jahr 2021 22 Mitgliedstaaten teilnehmen sollen. Luxemburg und Tschechien wurden seitdem vom eHealth Network als „startbereit” erklärt, und Kroatien ist nach einem positiven Votum der eHealth-Expertengruppe der Mitgliedstaaten (eHMSEG) am 11. März beigetreten. Es ist zu erwarten, dass Portugal, Malta, Zypern und Griechenland bis Ende des Jahres folgen werden.

Die teilnehmenden Länder werden auch in der Lage sein, Patienteninformationen auszutauschen, wenn sich das System in den kommenden Monaten entwickelt.

WAS SIND DIE AUSWIRKUNGEN?

Seit der Austausch am 21. Januar in Kraft getreten ist, haben mehr als 1.000 finnische Patienten, die in Estland unterwegs sind, ihre verschriebenen Medikamente in Apotheken vor Ort abgeholt.

Viele weitere europäische Bürger werden davon profitieren, wenn das System, das auf der Verabschiedung der Richtlinie 2011/24 beruht, in allen Mitgliedstaaten schrittweise eingeführt wird. Die Richtlinie 2011/24 zielt darauf ab, die Kontinuität der Patientenversorgung über die EU-Grenzen hinweg sicherzustellen.

WAS IST DER TREND?

Mariya Gabriel, Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, sagte, der Austausch von elektronischen Rezepten und internationalen Patientenübersichten könne in Notsituationen Leben retten.

Diese Übersichten bieten digitalen Zugang zu Hintergrundinformationen über wichtige Gesundheitsthemen wie Allergien, aktuellen Medikamenten, früheren Krankheiten und Operationen sowie medizinischen Notfällen, wenn Bürger in ein anderes EU-Land reisen.

Sie enthalten außerdem die wichtigsten Gesundheitsinformationen über den Patienten und sind eine Zusammenfassung einer umfassenderen Sammlung von Gesundheitsdaten, der Europäischen Gesundheitsakte. Dies ist die Grundlage für das langfristige Ziel der Kommission, ein auf Standards basierendes europäisches Format für den Austausch elektronischer Gesundheitsakten zu schaffen - dem nächsten Schritt in der ehrgeizigen eHealth-Reformvision.

Sowohl die Dienste für elektronische Rezepte als auch für Patienteninformationen werden durch die eHealth Digital Service Infrastruktur ermöglicht, die die nationalen eHealth-Dienste miteinander verbindet und ihnen ermöglicht, Gesundheitsdaten über die Einrichtung von nationalen eHealth-Kontaktstellen auszutauschen.

WAS ANDERE MEINEN

„Die Weitergabe von elektronischen Rezepten und Patienteninformationen wird für die Patientensicherheit von entscheidender Bedeutung sein, da sie Ärzten dabei helfen kann, die Krankengeschichte eines ausländischen Patienten besser zu verstehen, und das Risiko für die Vergabe falscher Medikamente sowie die Kosten für Doppeluntersuchungen verringert”, sagte der für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zuständige Beauftragte Vytenis Andriukaitis.


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Dies ist eine Übersetzung eines Artikels von Piers Ford, erschienen bei Healthcare IT News.

 

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