Bundesregierung beschließt Eckpfeiler für Strategie Künstliche Intelligenz

KI wird auch in Deutschland als zentraler Treiber künftiger wirtschaftlicher Prosperität gehandelt. Nun drängt die Regierung auf Ausarbeitung einer Strategie zu Künstlicher Intelligenz bis November. Sie wird auch das Gesundheitswesen tangieren.

Im Mai dieses Jahres war Bundeskanzlerin Angela Merkel in China, wo sie unter anderem ihren Besuch nutzte, sich in Shenzhen über die dortigen Forschungsaktivitäten im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) zu informieren. Dabei erkundigte sie sich auch darüber, wie man durch die Analyse großer Datenmengen Erkenntnissen zur Gesundheitsförderung und -vorsorge gewinnen kann. KI gilt gemeinhin als wichtiger Treiber zur Verbesserung der Diagnostik- und Therapieoptionen im Gesundheitswesen. Gemeinsam mit den USA gilt China als eine der führenden Kräfte auf dem Gebiet der KI.

Dass KI auch in Deutschland ein zentraler Treiber der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung sein wird, hat auch die Bundesregierung erkannt. Deshalb haben sich Union und SPD schon in ihrem Koalitionsvertrag darauf geeinigt, Deutschland zu einem weltweit führenden Standort zur Erforschung von KI zu etablieren. Nun folgen Taten: Am Mittwoch dieser Woche beschloss das Bundeskabinett die Eckpunkte für eine Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung, welche bis November 2018 erarbeitet werden soll.

Nadine Schön, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, erläutert:„Strategisch, vernetzt, dialogorientiert, so nimmt die Bundesregierung das Thema KI in Angriff, um im internationalen Wettbewerb mit China und den USA nicht den Anschluss zu verlieren. Es ist gut, dass die Bundesregierung bei ihrer Strategie auf die enge Kooperation mit Frankreich in einem gemeinsamen Forschungsnetzwerk für KI setzt und eine europäische Antwort auf die neuen Entwicklungen der KI geben will“. Sie betont ferner, dass Deutschland zwar bei der Grundlagenforschung im Bereich KI zur Weltspitze gehöre, aber bei der Umsetzung von Forschungsergebnissen in Produkte und Geschäftsmodelle noch aufholen müsse.

Die Bundesregierung setzt dabei auf internationalen Wissenstransfer sowie „die Vernetzung von Akteuren aus Staat, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft“, lässt Schön wissen. Sie weist auch darauf hin, dass es eines breiten gesellschaftlichen Dialogs bedarf, „um die ethischen Leitplanken für den Einsatz Künstlicher Intelligenz in unserer Gesellschaft setzen zu können; stets unter der Maxime, dass die Technik dem Menschen dienen muss“, unterstreicht die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Gleichzeitig untermauert ein Positionspapier der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung der CDU/CSU Bundestagsfraktion die Stoßrichtung der auszuarbeitenden KI-Strategie, in dem es darauf hinweist, dass „exzellente Grundlagenforschung und erfolgreicher Mittelstand sehr gute Voraussetzungen für Entwicklungen im Bereich KI seien. Albert Rupprecht, bildungs- und forschungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, erklärt: „Wir müssen die Stärken des Standorts Deutschland mit den Chancen der KI verzahnen: starker Produktionsstandort, komplexe Wertschöpfungsketten, erfolgreicher Mittelstand mit vielen ,hidden champions‘, Datensicherheit, freiheitliche ethische Standards und eine exzellente Forschungslandschaft.“ Er fährt fort, dass Deutschland insbesondere, „ein starkes Forschungsnetzwerk, das die international besten Köpfe anzieht, exzellente Nachwuchsausbildung, eine Regulatorik mit der Maßgabe „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“, sowie eine maximal enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft“, benötigt.

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cwm

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