Innovation in der Gesundheits-IT aus München

Den Dialog zwischen Industrie und Start-ups voranzutreiben, um Innovationen zu begünstigen, ist nun auch im Bereich Gesundheits-IT in München gelungen. Hier stellten letzte Woche fünf junge Start-ups ihre Projektarbeiten unter der Ägide von Roche vor.

Der erste Münchner „Digital Health“ Akzelerator beendete am 7. Juni 2018 die Pilotphase mit dem „Demo Day“. Dort präsentierten die fünf geförderten Start-ups vor Investoren und anderen Akteuren die Ergebnisse ihrer Arbeit während der Testphase, auch als „Batch Zero“ bezeichnet.

Im Februar 2018 vom PharmakonzernRoche Diagnostic GmbH ins Leben gerufen, fußt das Unterfangen auf dem vom Unternehmen zuvor im November 2017 initiierten Future X Healthcare Event in München, das unter dem Motto „Making Data Meaningful“ stattfand. Mithilfe des Akzelerators wollte Roche einen offenen Austausch zwischen Industrie und Digital Health Start-ups herstellen, um damit Innovationen, neues Denken und gegenseitiges Lernen zu fördern: „Für uns als führendes Unternehmen in den Bereichen Pharma und Diagnostics bedeutet der Digital Health Accelerator eine völlig neue Form des Zusammenarbeitens. Der direkte Austausch mit den innovativen Startups ermöglicht beiden Seiten einen Perspektivenwechsel, von dem wir uns neue Impulse versprechen – unter anderem für die zunehmende Personalisierung von Medikamenten und Diagnostika“,äußert sich Dr. Jochen Hurlebaus,Projektleiter und Head of Innovation & IP Management, Geschäftsbereichs Centralised and Point of Care Solutions, Roche Diagnostics GmbH. 

Die geförderten Start-ups des „Batch Zero“

Unter den fünf geförderten Start-ups befanden sich zum einen die beiden Finalisten des Future X Healthcare Start-up Awards 2017, FibriCheck (Belgien) und StethoMe (Polen) sowie das Münchner Start-up inveox, Medicus AI (Österreich) und SagivTech aus Israel. 

Von Februar bis Juni 2018 arbeiteten alle an konkreten Pilotprojekten in den Räumlichkeiten des Kooperationspartners, des digitalen Gründerzentrums WERK1. Sie wurden mit Workshops, Coachings und Business Know-how durch Mentoren von Roche, aber auch durch externe Experten individuell unterstützt. Dazu Verena Kretschmann, Head of European Operations, Medicus AI: „Wir bieten mit Medicus eine intelligente Software, die Gesundheitsdaten ganzheitlich analysiert und auswertet. Damit können z.B. Diagnostiklabore patientenfreundliche Laborbefunde erstellen, die den Patienten bei gesundheitsrelevanten Entscheidungen helfen. Unser Roche Mentor hat mit uns konkret am Thema Market Access gearbeitet und uns mit wichtigen Ansprechpartnern aus dem Vertrieb vernetzt. So konnten wir u.a. Vertriebsmitarbeiter von Roche auf Kundentermine begleiten, um Medicus vorzustellen. Zudem haben wir spannende Einblicke und Kontakte für die Weiterentwicklung unserer Software erhalten. Uns hat diese Zusammenarbeit unglaublich geholfen."

Auch Roche äußerte sich positiv: „Wir haben mit dem Digital Health Accelerator Neuland betreten und freuen uns umso mehr über den erfolgreichen Verlauf der Pilotphase“, resümierte Dr. Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsführung der Roche Diagnostics GmbH. „Ich denke, dass wir die Start-ups individuell und zielgerichtet bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle unterstützen konnten. Und auch wir haben viel gelernt – besonders von der Kreativität und Dynamik, mit der uns die Teilnehmer begeistert und inspiriert haben. Wir sehen hier zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine weitere Zusammenarbeit in der Zukunft,“ ergänzte sie.

Es geht weiter

Basierend auf der erfolgreichen Pilotphase wird Roche die Idee des Digital Health Akzelerator, der auf mehrere Jahre ausgelegt ist, fortführen. Der Akzelerator richtet sich an Start-ups aus der ganzen Welt und wird im September 2018 mit dem „Batch One“ in München in die nächste Runde gehen.

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cwm

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