Glückliche Gesichter: Alle Protagonisten des Health-i Awards 2018 auf einer Bühne. Foto: obs/Health-i Initiative/Marc-Steffen Unger

Verleihung des Health-i-Awards 2018

Eine weitere Initiative, um innovative Ideen im Gesundheitssektor – Ansätze, die das Leben besser machen – zu fördern. Dabei werden Projekte in den Kategorien “Junge Talente“, „Start-ups“ und „Unternehmen“ vergeben.

Die 2016 von der Techniker Krankenkasse (TK) und dem Handelsblatt ins Leben gerufene Health-i Initiative möchte die digitale Transformation des Gesundheitswesens vorantreiben. Zu diesem Zweck will sie die besten Innovationen und Ideen für ein vernetztes, zukunftsorientiertes Gesundheitswesen identifizieren sowie zentrale Fragen und Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung diskutieren.

Der TK-Vorstandvorsitzende Dr. Jens Baas erläutert: „Wir als TK wollen das Gesundheitswesen, ideenreiche Gründer und die digitale Szene enger zusammenbringen. Die Health-i Initiative ist ein Baustein davon. Denn e-Health kann dazu beitragen, eine patientenorientierte, leistungsfähige und bezahlbare Gesundheitsversorgung zu gestalten."

Die Initiative vergibt jährlich den gleichnamigen „Health-i Award“, der diesen Monat zum dritten Mal in Folge verliehen wurde. Der Preis wird in den drei Kategorien "Junge Talente", "Start-ups" und "Unternehmen" vergeben und ermöglicht den ausgewählten Teilnehmern, ihre innovativen Ideen bei der Preisverleihung zu präsentieren. Start-ups haben mit ihrer Bewerbung zusätzlich die Chance, Teil des TK-Ecosystems zu werden. Hinter dem Award steht das Health-i Board, der Thinktank der Initiative, die unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsminister Jens Spahn steht.

Die diesjährigen Preisträger

Aus den mehr als 160 Einreichungen innerhalb der drei Kategorien wurden von der Jury und dem Publikum, das sich aus etwa 200 Gästen aus Gesundheit, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien zusammensetzte, die drei Gewinner ausgewählt:

  • "Junge Talente": Hier gewann das Team MSHealth um den Informatikstudenten Tim-Lorenz Depping mit ihrer Entwicklung, Erprobung und Evaluierung des Prototyps einer Smartphoneapp, mit der an Multipler Sklerose erkrankte Menschen selbstständig ihre Symptome aufnehmen können. Dazu gehören beispielsweise die Messung der Gehfähigkeit und Bewegungskoordination der oberen Extremitäten sowie die Kognitionsfähigkeit.
  • "Unternehmen": In dieser Kategorie wurde Ada Health um Vincent Zimmer für ihren mit künstlicher Intelligenz gestützten Gesundheitsleitfaden ausgezeichnet. Mit dessen Hilfe können Nutzer per App ihren Gesundheitszustand einschätzen und verbessern; etwa alle vier Sekunden wird ein Symptomcheck abgeschlossen. Zusätzlich unterstützt Ada Health Nutzer bei der Suche nach passender Versorgung und Pflege.
  • "Start-ups": Hier setzte sich Mindpax mit dem Team um Pavel Nevicky durch. Sie konnten sich mit ihrem dreiminütigen Live-Pitch vor den beiden anderen Finalisten platzieren. Mindpax stellte ein digitales Überwachungssystem für Patienten mit Schizophrenie und bipolaren Störungen zur Entwicklung eines Biomarkers vor, der Rückfälle prognostizieren soll. Die Technologie unterstützt die Anwender bei der Beobachtung ihres Biorhythmus. Sie basiert unter anderem auf einer Langzeitüberwachung von deren Schlafverhalten und physischer Aktivität und ermöglicht ihnen auf diese Weise Einblicke in ihr geistiges Wohlbefinden.

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cwm

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