Das Gesundheitssystem von morgen: Offen für Ideen und Innovation

Die Robert Bosch Stiftung startete die Initiative "Neustart!", um bis zur Bundestagswahl 2021 Impulse für eine umfassende Reform der Gesundheitsversorgung zu setzen. Bürgerdialoge, gesundheitspolitische Podien und Think Labs sollen durch Diskurs Ideen generieren.

Es ist absehbar, dass das Ziel einer guten medizinischen Versorgung für alle Menschen größere und tiefer greifende Reformen im Gesundheitssystem erfordere, die über die bisherigen Reform- und Weiterentwicklungsbemühungen hinausgehen, findet die Robert Bosch Stiftung. "Eine gute Gesundheitsversorgung ist nicht selbstverständlich", sagt Uta-Micaela Dürig, stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung, die sich für eine Verbesserung auf den Gebieten Gesundheit, Wissenschaft, Gesellschaft, Bildung und Völkerverständigung einsetzt. "Damit auch in 20 Jahren alle Bürger Zugang zu einer bedarfsgerechten Versorgung haben, brauchen wir schon heute mutige Ideen und visionäre Reformvorschläge," betont Dürig. Dazu will nun die am 19. Oktober 2018 ins Leben gerufene Initiative „Neustart!“ ihren Beitrag leisten, denn alle Menschen in Deutschland sollen auch weiterhin Zugang zu einer mindestens bedarfsgerechten Versorgung haben.

Die Initiative stellt den gesundheitlichen Bedarf der Bürger und Patienten in den Mittelpunkt und möchte der gegenwärtigen Über-, Unter- und Fehlversorgung entgegenwirken. Dafür sollen Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung mit solchen im medizinisch-pflegerischen Versorgungsbereich so verbunden werden, dass einer gesundheitlichen Ungleichheit in der Bevölkerung vorgebeugt werden kann. Außerdem soll das Gesundheitssystem so gestaltet werden, dass es offener für Innovationen wird und diese sowohl schnell als auch sicher in die Versorgung einfließen. Die Robert Bosch Stiftung reagiere damit auf ein zunehmend spürbares Bedürfnis nach wirksamen Veränderungen, einem Neustart, im Gesundheitswesen.

Generieren von Impulsen für eine bessere Gesundheitsversorgung

Bis zur Bundestagswahl 2021 sollen Impulse für eine umfassende Reform der Gesundheitsversorgung gesetzt werden. Zentral dabei ist, dass die Bedürfnisse der Bürger im Mittelpunkt stehen. Daher sind diese auch aktiv an der Mitgestaltung der zukünftigen Gesundheitsversorgung beteiligt. Die benötigten Impulse will die Stiftung durch die unten stehenden Maßnahmen schaffen:

  • In Bürgerdialogen sollen Bürger ihre Vorstellungen und Ideen für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung entwerfen. Eine weitere Dialogrunde sieht vor, dass erste Reformvorschläge von Experten in sogenannten Think Labs bewertet werden.
  • Konzeptschmiede in Form von Think Labs: Hier kommen auf Einladung der Robert Bosch Stiftung und der Berliner Hertie School of Governance Fachleute aus Wissenschaft und Praxis zusammen, um visionäre Vorstellungen für eine Neuordnung des Gesundheitswesens zu erarbeiten. Dabei sollen die von den Bürgerdialogen ausgehenden Impulse und Rückmeldungen ausdrücklich mit einfließen.
  • Einrichtung der Stiftungsprofessur "Health Governance": Diese wird ergänzend zu den Think Labs von der Robert Bosch Stiftung gefördert. Die Professur wird an der der Hertie School of Governance beheimatet sein. Die Expertise der Think Labs nutzend, soll der Lehrstuhl vorhandenes Wissen und neue Ansätze in die Konzepte einbringen.
  • Veranstaltung gesundheitspolitischer Podien, um ein Diskussionsforum zu schaffen, damit die Fachöffentlichkeit neue und auch kontroverse Ideen für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung debattieren kann.

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cwm

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