Kinderärztlicher Ratgeber per Telekonsil gewinnt mehr Kunden

Der Deutschland überspannende Verbund aus Kinder- und Jugendärzten, die per Telekonzil erreichbar sind, PädExpert, verbessert die Güte der ambulanten pädiatrischen Versorgung und verkürzt die Wartezeiten. Immer mehr Versicherungen entscheiden sich dafür.

Ihr Kind hat eine chronische oder seltene Erkrankung und Sie leben vielleicht in einem ländlichen Gebiet, wo die fachärztliche Versorgung weniger üppig als in urbanen Regionen ist? Gerade in ländlichen Gebieten sind niedergelassene Kinder- und Jugendärzte, die über eine zusätzliche Fachqualifikation z. B. als Kinderrheumatologe, -kardiologe oder -hämatologe verfügen, rar. 

Um diese Lücke zu schließen, haben sich im Rahmen des telemedizinischen Expertenkonsils „PädExpert“ deutschlandweit „haus- und fachärztlich tätige Ärzte miteinander vernetzt, um Patienten mit chronischen oder seltenen Erkrankungen schneller einer Diagnose oder einer geeigneten Therapie zuzuführen“. Dabei ist die Nutzung und Teilnahme an PädExpert sowohl für Patienten als auch Ärzte freiwillig.

Dieses Angebot trägt dazu bei, „die fachärztliche pädiatrische Expertise überall in Deutschland schnell und kompetent verfügbar zu machen und so die Qualität der ambulanten pädiatrischen Versorgung in allen Regionen Deutschlands auf einem gleich hohen Standard zu halten“, erläutert PädExpert.

Damit ein Arzt im Auftrag seines Patienten tätig werden und einen Experten im Verbund konsultieren kann, muss die Krankenkasse des betroffenen Versicherungsnehmers eine entsprechende Vereinbarung mit PädExpert getroffen haben. Die aktuale Liste aller teilnehmenden Kassen umfasst eine Mischung aus Betriebskrankenkassen (BKK), dem Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) und anderen gesetzlichen Kassen. Vor Kurzem hat sich nun auch die BKK Pfalz PädExpert angeschlossen. "Das neue Angebot verbessert die Versorgungssituation gerade für Familien in ländlichen und strukturschwachen Regionen", so Hans-Walter Schneider, Vorstand der BKK Pfalz. Die Behandlung findet wie bisher in der vertrauten Kinderarztpraxis beim ambulant tätigen Kinder- und Jugendarzt statt, der als Lotse fungiere, und über digitale Anwendungen Spezialisten für Diagnostik und Therapieplanung hinzuziehen könne, heißt es ferner in der Pressemitteilung. Der behandelnde Kinder- und Jugendarzt erhält innerhalb von 24 Stunden eine erste Rückmeldung und eine gesicherte Diagnose im Schnitt nach acht Tagen.

"So können weite Wege zu den Spezialisten vermieden werden. Gleichzeitig verkürzt sich die Zeit der Ungewissheit bis die fachärztliche Diagnose beim Kinder- und Jugendarzt vorliegt“, ergänzt Schneider. Das Angebot beläuft sich auf 14 Krankheiten, wie beispielsweise Autoimmunerkrankungen, Anämie, Zöliakie, Asthma und Rheuma.

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cwm

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