Europaweites Netzwerk will Innovation durch Robotik im Gesundheitswesen beschleunigen

Die Europäische Kommission investiert 16 Millionen Euro in das Projekt.

WAS PASSIERT IST

Ein europaweites Netzwerk mit dem Schwerpunkt Robotik zielt darauf ab, Hindernisse bei der Einführung robotischer Technologien abzubauen, indem eine Plattform für die Zusammenarbeit von Gesundheits- und Technologieanbietern geschaffen wird.

Das Projekt Digital Innovation Hubs in Healthcare Robotics (DIH-HERO) bringt 17 Partner aus 10 Ländern zusammen, darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Schweiz, die ihre regionalen Netzwerke und Fachkenntnisse unter der Leitung der Universität Twente in den Niederlanden verbinden.

Die Europäische Kommission investiert 16 Millionen Euro in das Projekt, das in diesem Monat gestartet wurde und voraussichtlich bis Ende 2022 läuft. Das Spektrum umfasst klinische Dienstleistungen, Krankenhauslogistik sowie Robotik für Heim- und Pflegezwecke und zielt darauf ab „(...) Innovation in allen Bereichen des Gesundheitswesens anzutreiben“.

WARUM DIES SO WICHTIG IST

Digitale Innovationszentren – die als Antwort auf Bedenken hinsichtlich der langsamen Verbreitung digitaler Technologien zu sehen sind – werden von der Kommission als „One-Stop-Shops“ (einzige Anlaufstelle) bezeichnet, die die Digitalisierung von Unternehmen und öffentlichen Organisationen unterstützen.

Trotz eines Anteils von über 90 Prozent aller Unternehmen in Europa ist laut Kommission nur jedes fünfte KMU in der EU „hoch digitalisiert“.

Professor Stefano Stramigioli, Koordinator des gesamteuropäischen Netzwerks DIH-HERO an der Universität Twente, sagte, dass Handelsunternehmen im Rahmen des Projekts mehr als 8 Millionen Euro erhalten könnten, um ihre Bemühungen zur Entwicklung und Einführung digitaler Technologien im Gesundheitswesen zu unterstützen. 

KMU und Mid Caps mit Sitz in Europa können ab diesem Sommer bis zum Frühjahr 2021 Mittel in offenen Ausschreibungen beantragen. 

OFFIZIELLE STELLUNGNAHMEN

„Der Weg zur Einbettung medizinischer Innovationen in die klinische Praxis ist schwierig, zeitaufwendig und erfordert erhebliche Investitionen“, sagte Stramigioli.

„Es geht darum, klinische Tests durchzuführen, effiziente Produktionsmethoden zu entwickeln, Investoren zu erreichen, ein Unternehmen zu gründen und den Vertrieb zu verwalten, um nur einige Schritte zu nennen. Mit DIH-HERO können wir sicherstellen, dass sich diese nach Möglichkeit gegenseitig stärken und ergänzen.“

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Dies ist eine Übersetzung eines Artikels von Leontina Postelnicu, erschienen bei Healthcare IT News.

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