Chrysanth Sulzberger, imito AG

Es lohnt sich unbedingt, an einem Start-up-Slam teilzunehmen

Der Gewinner des Start-up-Slams Switzerland 2016, Chrysanth Sulzberger, CEO und Co-Founder, imito AG, sprach mit HealthTech Wire über den Wert von Start-up-Slams sowohl für die imito AG als auch für andere junge Unternehmen.

imito gelang es, eine Lücke im medizinischen Versorgungsalltag überzeugend zu schließen, indem das innovative Team eine App, imitoCam, zur sicheren und datenschutzkonformen mobilen visuellen Dokumentation und Kommunikation von Befunden, Therapien und Heilungsprozessen von Krankheiten und Verletzungen entwickelt hat.

imito hat den Start-up-Slam Switzerland auf dem Swiss eHealth Summit 2016 gewonnen ― was war das für ein Gefühl?

Wir waren stolz auf die Anerkennung der Jury. Es war eine wichtige Bestätigung, dass wir mit unserem Produkt auf dem richtigen Weg sind.

Was hatte imito sich von der Teilnahme am Start-up-Slam Switzerland 2016 versprochen?

Für uns war die Teilnahme eine Chance, unser Produkt zu präsentieren und dadurch mehr Sichtbarkeit zu erlangen. Dadurch konnten wir neue Kontakte knüpfen und bestehende vertiefen. Dabei war es für uns von besonderer Bedeutung, dass unsere Zielgruppe, IT-Entscheider im Krankenhausumfeld, auf diesem Kongress am besten vertreten ist. Der eHealth Summit ist die wichtigste Veranstaltung in der Schweiz zum Thema Medizininformatik und eHealth. Es gibt noch andere Veranstaltungen im digitalen Gesundheitsbereich in der Schweiz, sie sprechen jedoch weniger gezielt IT-Entscheider im Krankenhausumfeld an und sind daher für uns von geringerer strategischer Bedeutung.

Welches Feedback haben Sie von der Jury damals erhalten?

Das Feedback machte deutlich, dass unsere Lösung klar verständlich ist und einen Bedarf am Markt abdeckt. Diese Bestätigung diente uns als wichtiger Orientierungspunkt. Für die Jury war es unmittelbar einsichtig, dass es für die Aufnahme und Verbreitung von Bildern mithilfe von Smartphones zu Dokumentationszwecken einer sicheren und datenschutzkonformen Methode bedarf.

Wie hat sich Ihre Firma seither entwickelt? Haben Sie weitere Kliniken akquiriert?

Durch die Teilnahme am Start-up-Slam haben wir mehr Visibilität und mindestens einen zusätzlichen Kunden auf der Basis unseres Pitches gewonnen: Jetzt können wir vier der fünf Universitätsspitäler in der Schweiz, also 80 Prozent, zu unseren Kunden zählen. Auch in Deutschland ist imitoCam bereits in den ersten Krankenhäusern im praktischen Einsatz.

Mit Hinblick auf unsere Produktentwicklung sind wir momentan dabei, unser Produkt als Medizinprodukt der Klasse 1 zu zertifizieren. Diese fortlaufenden nutzerzentrierten Anpassungen und Ergänzungen beinhalten beispielsweise vereinfachte krankenhausweite Kollaboration und die Nutzung von Hashtags für eine dynamische Kategorisierung der Fotos und Vidoes.

Was gefällt Ihnen am Konzept des Start-up-Slam Switzerland?

Ich finde es ein gut gewähltes Konzept, dass der Swiss eHealth Summit neben Fachvorträgen auch eine Plattform für das Darstellen von Innovationen bietet. Dabei war der Fokus in diesem Jahr auf den neuesten Entwicklungen im Bereich von eHealth, mobile Health sowie dem elektronischen Patientendossier.

Stimmig ist auch, dass es nur eine begrenzte Zahl von Pitches gibt, denn die Aufnahmefähigkeit der Zuhörer nimmt doch in der Regel nach dem zweiten oder dritten Vortrag ab.

Außerdem fand ich das offene Konzept des Start-up-Slams passend: klar abgegrenzt zu den Fachvorträgen, fand er nicht in einem der Vortragsräume, sondern in einem zentralen, von allen Teilnehmern genutzten Raum statt.

Ich halte auch den dreiminütigen Zeitrahmen des Pitches für sinnvoll. Er lässt gerade genug Zeit, die Essenz des Produktes zu erklären. Wenn man ein Grundkonzept nicht in drei Minuten erklären kann, ist es zu kompliziert. Wir haben während unseres Pitches auch ein Video gezeigt, dass die Anwendung unserer Lösung illustriert ― mit Erfolg.

Auch das professionelle Vorgehen der Jury hat mir gefallen und die Tatsache, dass jedes teilnehmende Start-up ein Feedback erhält.

Was bringt ein Start-up-Slam den teilnehmenden Firmen?

Es lohnt sich unbedingt, an einem Start-up-Slam teilzunehmen. Es ist eine wertvolle Chance, vor einem Publikum mit einer kondensierten Präsentation zu bestehen und dem Pitch damit mehr Schärfe zu verleihen. Ganz wichtig ist die Vorbereitung ― alles andere ist Negativwerbung. Wir haben 2015 knapp 500 Ärztinnen und Ärzte im Rahmen einer breit angelegten Marktanalyse befragt und die Resultate in unserem Pitch sinnstiftend platziert.

Der Trainingseffekt ist ein wichtiger Faktor, aber auch das Netzwerken und der Wissensaustausch: Der Wissensfluss unter den Start-ups im Vorfeld eines Slams und auch danach sind ein wichtiger Aspekt der Teilnahme. Darüber hinaus lernt man potenzielle Kunden, Investoren sowie Medienvertreter kennen.

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imito AG

imito ist ein junges und dynamisches Schweizer Unternehmen. Die Mitarbeitenden bringen viele Jahre an Erfahrung auf dem Healthcare-IT-Markt mit. Wir beteiligen uns durch innovative Lösungen an der Zukunftsgestaltung des Gesundheitswesens. Unser Ziel ist die radikale Vereinfachung der Prozesse zur klinischen Dokumentation.  

Flüelastrasse 31
8047 Zürich
Schweiz
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imito

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