Digitale Innovation bündeln

Die Bundesregierung will die digitale Transformation mitgestalten und beleben. Eine Initiative dazu war die Gründung der „Digital Hubs“, die nun ihr einjähriges Bestehen feiert. „Digital Health“ schneidet gut dabei ab.

Die deutsche Bundesregierung hat mit ihrer Digitalen Agenda die Leitlinien der Digitalpolitik vorgegeben. Damit will sie Maßnahmen auf zentrale Themen konzentrieren, um den digitalen Wandel mitzugestalten. Für die Umsetzung dieser Maßnahmen sind neben dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auch das Bundesministerium des Innern und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur zuständig.

Ein wichtiger Aspekt der Digitalen Agenda ist es, die Innovation im Bereich digitaler Lösungen zu fördern. Dazu hat das BMWi die „Digital Hub Initiative“ im Jahr 2017 ins Leben gerufen. Diese Initiative unterstützt den Aufbau und die Vernetzung von 12 digitalen Zentren, sogenannten Hubs, die sich mit spezifischen Themenschwerpunkten beschäftigen. Die übergreifende Vision dabei ist, Deutschland zu einem führenden Digitalstandort zu transformieren. Dies soll durch eine enge Kooperation zwischen Start-ups, etablierten Firmen, Forschungseinrichtungen und Experten erreicht werden. Auf diese Art und Weise soll “ein einzigartiges, innovatives Netzwerk verschiedener Ökosysteme“ aufgebaut werden, lässt das BMWi verlautbaren. Dabei möchte man durchaus auch Gründer und Investoren aus dem Ausland für den Digitalstandort Deutschland gewinnen.

Zwei der zwölf digitalen Zentren widmen sich dem Thema „Digital Health“, dies sind die Standorte Mannheim/Ludwigshafen (Digital Chemistry & Digital Health) sowie Nürnberg Erlangen (Digital Health). Die anderen Hubs arbeiten an unterschiedlichen Themen, die jedoch auch teilweise von großer Relevanz für das Gesundheitswesen sind: Berlin (IoT & FinTech), Dresden/Leipzig (Smart Systems & Smart Infrastructure), Dortmund und Hamburg (Logistics), Frankfurt/Darmstadt (FinTech & Cybersecurity), Karlsruhe (Artificial Intelligence, Köln (InsurTech), München (Mobility & InsurTech), Potsdam (MediaTech) und Stuttgart (Future Industries). Im April 2017 hat die Hub Agency als zentrale Geschäftsstelle zur Vernetzung der zwölf Hubs ihre Arbeit aufgenommen. Heute bringen die Digital Hubs bundesweit mehr als 350 Start-ups, 150 Unternehmen und 45 Hochschulen zusammen. Im Koalitionsvertrag haben die Regierungsparteien angekündigt, die Digital Hub Initiative weiter auszubauen. „Seit die Idee für die Digital Hub Initiative auf dem IT-Gipfel 2015 erstmals vorgestellt wurde, ist dank der großen Unterstützung durch das Bundeswirtschaftsministerium eine Menge passiert. In kürzester Zeit sind in ganz Deutschland Orte entstanden, an denen Digitalisierung praktisch erlebbar und gestaltbar wird. Ziel der Initiative muss dabei sein, die deutschen Leitindustrien bestmöglich bei der Digitalisierung zu unterstützen“, resümiert Achim Berg, Präsident der Bitkom, der die Digital Hub Initiative mitinitiiert hat.

Digital Health Hubs können positive Bilanz im ersten Jahr vorweisen

Der Erfolg im Bereich „Digital Health“ kann sich sehen lassen: Nach E-Commerce (€939 Millionen) und FinTech (€332 Millionen) floss seit Bestehen mit €253 Millionen die dritthöchste Investitionssumme in den digitalen Gesundheitsbereich.

Die Zukunft

Für die Zukunft dieser innovativen Zentren verspricht sich auch der Bitkom einiges: „Ein Ziel für die kommenden Jahre wird sein, die Arbeit noch stärker zu fokussieren und den Mittelstand stärker einzubeziehen. Dabei sind aber auch die Unternehmen selbst aufgerufen, die sich bietenden Chancen zu ergreifen und die Zusammenarbeit mit Startups, Konzernen und Wissenschaft aktiv zu suchen“, findet Berg. Seine Vision ist, damit „digitale Schlüsseltechnologien wie Artificial Intelligence, Blockchain, 3D-Druck oder Virtual Reality in die Breite der Unternehmen zu bringen und so die Digitalisierung nicht nur zu bewältigen, sondern aktiv zu gestalten – und eine internationale Strahlkraft zu entwickeln“.

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cwm

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