Der Weg zum digitalen Krankenhaus

Im digitalen Zeitalter weichen klassische „Stift-und-Papier-Arbeitsabläufe“ auch in Gesundheitseinrichtungen immer mehr digitalen, automatisierten Prozessen. Patienten werden via Krankenkassen-Chipkarte im System registriert, Ärzte erstellen digitale Diagnosen und diverse Daten werden vom Pflegepersonal per Computer erfasst, um anschließend über das Krankenhausinfomationssystem (KIS) zentral weiterverarbeitet zu werden.

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Sonja
Greye, soffico

Diese Prozesse bilden die Grundlage für die digitale Übermittlung von Informationen unterschiedlicher Systeme, wodurch Daten automatisiert verwaltet und verarbeitet werden können. Dieses „Krankenhaus der Zukunft“ hat aber längst noch nicht überall Einzug gehalten, sondern beschränkt sich vielmehr auf einzelne Bereiche. Ein Nebeneinander von traditioneller Dokumentation auf Papier und computergestützter Datenverarbeitung ist nach wie vor noch weit verbreitet.

Dennoch ist der Computer aus dem Arbeitsalltag des Klinikpersonals nicht mehr wegzudenken. Insbesondere in Hinblick auf die interne Kommunikation in den Bereichen Patientenversorgung, (Personal-)Management und Logistik ist digitale Technik unabdingbar. Dies führt unter anderem dazu, dass Ärzte, Pflegekräfte und Verwaltungspersonal ein immer höheres technisches Knowhow und vor allem Zeit benötigen, um der zunehmenden Bürokratisierung der Pflege Herr zu werden. Ziel eines digitalen Krankenhauses der Zukunft ist es daher, durch den Einsatz flexibler IT-Architektur, automatisierte Prozesse und damit effektivere Arbeitsabläufe zu realisieren. Der administrative Aufwand soll vermindert werden, sodass wieder mehr Zeit zur Versorgung und Pflege der Patienten bleibt.

Doch wie kann dieses Vorhaben realisiert werden?

Verwaltungs- und Pflegeprozesse, wie etwa Patientenregistrierung, Arbeitspläne oder Behandlungsdokumentationen, sollen künftig mit Hilfe einer flexiblen Vernetzung unterschiedlichster Systeme gekoppelt werden. Zudem sollen medizinische Daten zeitnah überall dort abgerufen werden können, wo sie gebraucht werden. Eine dynamische Kommunikationsplattform in Form einer Middleware, die einen sicheren Datentransfer ermöglicht und Autorisierungen prüft, ist die Basis eines solchen dynamischen Austauschs von Informationen. Dank dieser steht der Patient wieder im Fokus der Versorgung und der Zeitaufwand für langwierige Dokumentationen und den Austausch von Informationen reduziert wird. Die digitale Plattform Orchestra realisiert diesen Schritt mit der Orchestra Healthcare Edition und erweitert dadurch maßgeblich die Architektur der bestehenden Klinik-IT in Richtung digitales Krankenhaus der Zukunft.

Einen Meilenstein in diesem Bereich konnte mit Orchestra im letzten Jahr in Irland gesetzt werden. Das Ziel war es, erstklassige Versorgung für jeden Bürger zu einem fairen Preis zu gewährleisten. Das erforderte aber gleichzeitig auch die Integration von Informationen und Wissensquellen, die an der Bereitstellung von Gesundheitsversorgung beteiligt sind, und damit die Vernetzung von Ärzten, Patienten und deren Befunden. Als Teil der e-Health Strategy for Ireland wurde folglich das Projekt MOCIS (nationales medizinisch-onkologische klinische Informationssystem) initiiert. Hier sollen 26 Krankenhäuser in der gesamten Republik Irland miteinander verbunden werden.

Der Orchestra Health Record mit dem Master Patient Index (MPI) und der Orchestra Health Service Bus schaffen dafür eine solide Basis. Der MPI verbindet die demografischen Daten der Patienten. Das erfolgt anhand von Matching-Kriterien, etwa Geburtsdatum, Vorname, Nachname und komplexen phonetischen Algorithmen. Außerdem ermöglicht der MPI eine häuserübergreifende Identifikation des Patienten. So ist es der angeschlossenen Onkologie-Plattform möglich, den Patienten und dessen Befunde korrekt zuzuordnen.

Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt in vier Kliniken, darunter die St. James Universitätsklinik als eine der größten Irlands, sollen bis ins Jahr 2019 dann die übrigen Kliniken angebunden werden. Damit ist der Weg zum digitalen Krankenhaus der Zukunft geebnet.

Mehr zum Projekt und der Middleware Orchestra finden Sie in folgendem Video.

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