Ohne künstliche Intelligenz und Datenanalyse nicht wettbewerbsfähig?

Start-ups sind Innovationstreiber. Dies bestätigt auch die jüngste Studie der Bitkom, in der Gründer und etablierte Firmen in Deutschland über ihre Auffassung zu und Nutzung von Datenanalyse und künstlicher Intelligenz befragt wurden.

Nachdem die Bundesregierung erst kürzlich die Eckpfeiler ihrer Strategie zur künstlichen Intelligenz (KI) vorgestellt hat (wir berichteten im Juli), folgt nun die Veröffentlichung einer repräsentativen Umfrage des Bitkom, „Startups: Ohne KI und Datenanalyse kein wirtschaftlicher Erfolg“.

Start-ups sind sich einig

Fast die Mehrheit der befragten Start-ups (96 Prozent) findet, dass sowohl KI als auch Big Data“ eine große Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen haben werden“, heißt es in der Pressemitteilung der Bitkom. Der-Präsident der Bitkom, Achim Berg, kommentiert das Studienergebnis so: „Ein solch eindeutiges Ergebnis ist selten, unter Startups gibt es offenbar keine zweite Meinung: Ohne den Einsatz von Künstlicher Intelligenz werden wir künftig keinen wirtschaftlichen Erfolg haben. Die Politik, aber auch etablierte Unternehmen sind gut beraten, sich diese Einschätzung zu Herzen zu nehmen,“ rät Berg. Daher begrüßt er es sehr, dass die Bundesregierung auf KI als einen Schwerpunkt ihrer Technologie- und Wirtschaftspolitik setzt und fordert Politiker auf: „Jetzt ist wichtig, dass es schnell geht, zügig Programme entwickelt und dann umgehend von der Politik in die Praxis umgesetzt werden.“

Wer arbeitet schon mit KI und Big Data im Alltagsgeschäft?

Laut der Studie setzten 60 Prozent der Start-ups Big Data und Datenanalysen ein und 43 Prozent von ihnen verwenden KI. Tendenz steigend, denn jedes Dritte Start-up (33 Prozent) plane oder diskutiere den künftigen Einsatz von KI, jedes Vierte (25 Prozent) den von Big Data.

Die Studie fand auch heraus, dass bei Unternehmen mit 20 und mehr Arbeitnehmern mehr als jedes Vierte (28 Prozent) Datenanalyse einsetze und nur drei Prozent KI. Auch die entsprechenden Planungen seien zurückhaltender als bei Start-ups: Zukünftig wollen 29 Prozent der Unternehmen mit 20+ Beschäftigten Daten analysieren und acht Prozent KI nutzen. Berg erklärt dies damit, dass der Einsatz revolutionärer Technologien wie KI für viele etablierte Unternehmen nicht einfach sei. „Oft stehen dem über Jahre und Jahrzehnte gewachsene Strukturen entgegen.“ Er schlägt ihnen daher vor, mit Start-ups zu kooperieren: „Sie bringen innovative Technologien und neue Ideen mit – und können helfen, frischen Wind durch die Unternehmen zu blasen.“

Hintergrund

Im Rahmen der Studie befragte Bitkom-Research im Auftrag des Bitkom in Deutschland zum einen 302 IT- und Internet-Start-ups in Deutschland zu ihrer Meinung über: “Welche Bedeutung haben die folgenden Technologien deiner Meinung nach für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen in der Zukunft? Welche der genannten Technologien sind in eurem Startup bereits im Einsatz, ein Thema oder kein Thema?“ Andererseits wurden Geschäftsführer und Vorstände von 604 Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten telefonisch zu der Frage, „Welche der genannten Technologien sind in Ihrem Unternehmen bereits im Einsatz, werden geplant oder diskutiert oder sind derzeit kein Thema?“ interviewt.

###

cwm

Personalisierte Krebsdiagnostik

Präzisionsmedizin im Einsatz an der Charité Berlin

Translationale Medizin braucht Infrastruktur

Wenn Forschen und Heilen sich gegenseitig befruchten

Chirurgie – Ein Blick in die Zukunft

... von künstlicher Intelligenz, virtueller Realität und maschinellem Lernen sowie Erweiterte Realität