Seelische Gesundheit mit E-Health Angeboten stärken

Die Asklepios Kliniken bauen konsequent ihre Digitalisierungsstrategie im Bereich der seelischen Gesundheitsversorgung aus. Nun haben die den niederländischen Anbieter von Onlinetherapien, Minddistrict, übernommen.

Die Zahl der Menschen, die psychiatrischer Unterstützung bedürfen, wächst stetig. Allerdings müssen sie oft die Erfahrung machen, auf einen Therapieplatz warten zu müssen, und das oft über Wochen hinweg.

Die Asklepios Kliniken Gruppe möchte dafür eine Lösung anbieten und eine verbesserte Betreuung psychiatrischer Patienten durch eine webbasierte Plattform anbieten. Aus diesem Grunde hat Asklepios den niederländischen Softwarehersteller Minddistrict, der als Europas führender Anbieter im Bereich E-Mental-Health gilt, übernommen. Kai Hankeln, Vorstandsvorsitzender der Asklepios Kliniken Gruppe, hat den Schritt wie folgt erläutert: „Asklepios deckt im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie zunehmend auch die Vor- und Nachsorge von Patienten mit psychischen Erkrankungen oder Problemen im Bereich der seelischen Gesundheit ab. Gleichzeitig wächst unser Konzern entlang der Wertschöpfungskette, wenn wir etablierte Anbieter aus dem Bereich E-Mental-Health wie jetzt Minddistrict oder vor kurzem die EAP-Anbieter wie Talingo und INSITE übernehmen."

Was genau bietet Minddistrict?

Bei der webbasierten Plattform von Minddistrict handelt es sich um ein evidenzbasiertes Online-Angebot, dass die Wartezeit auf einen Therapieplatz in der stationären oder ambulanten Behandlung umgeht. Dabei handelt es sich um eine breitgefächerte Lösung, die Onlinemodule, Tagebücher und Fragebögen umfasst. Genutzt wird Minddistrict von psychotherapeutischen Einrichtungen in den Niederlanden und Nordamerika und verfügt auch über Niederlassungen in Großbritannien und Deutschland. Ihr Anliegen ist es, Patienten dazu befähigen, selbstbestimmt an ihrer Besserung zu arbeiten und ihr Rückfallrisiko zu mindern. Dabei kann die Onlinetherapie ergänzend zu einer bestehenden Therapie eingesetzt werden oder auch unabhängig von einer solchen, mit dem Ziel, einen verbesserten Umgang mit der Erkrankung zu erreichen oder Denkanstöße für eine Verhaltensänderung zu generieren.

„Für viele Patienten verkürzt sich durch das neue, evidenzbasierte Online-Angebot die Wartezeit auf einen Therapieplatz in der stationären oder ambulanten Behandlung. Die Therapeuten werden von Routineaufgaben entlastet und können die wertvolle Zeit besser für intensive Gespräche mit den Patienten nutzen. Für den kompletten stationären und ambulanten Markt im Bereich der Psychiatrie bietet die Software den Vorteil, dass über ein spezielles Tool auch eigene Inhalte für die Minddistrict-Module entwickelt werden können, die dann perfekt auf den jeweiligen Behandlungsablauf abgestimmt sind", verweist Hankeln.

Asklepios Erfahrung mit Onlinetherapie

Das Klinikum ist kein Neuling im Einsatz von Minddistrict, denn die Onlinetherapie wird bereits in sieben Kliniken des Konzerns erfolgreich genutzt. Nach der Übernahme steht die Einführung in allen psychiatrischen Einrichtungen der bundesweit agierenden Gruppe an, sodass die Lösung künftig in allen stationären, tagesklinischen und ambulanten Asklepioseinrichtungen angeboten wird.

Mehr Verbreitung in Deutschland anvisiert

Der Whitelabel-Anbieter Minddistrict adressiert schon heute Kliniken und ambulante Einrichtungen in Deutschland und Europa sowie niedergelassene Psychologen und Psychotherapeuten, die ihre Therapieansätze mithilfe der individuell anpassbaren Module im psychiatrischen und psychosomatischen Setting digital ergänzen wollen. Davon sollte es nach Dr. Mark Willems, Gründer und CEO von Minddistrict, genügende geben. „In den kommenden Jahren wird man sich im Gesundheitswesen zunehmend großen Herausforderungen stellen müssen. Ein wachsender Personenkreis muss mit Behandlungsangeboten von höchster Qualität zu gleichbleibenden Kosten behandelt werden. Es wird außerdem zu einem Paradigmenwechsel kommen, weg von der traditionellen Behandlung und hin zu integrierter, patientenorientierter und auf Prävention ausgerichteter Versorgung, die die Nutzenden mobil in ihrem Alltag erreicht"; findet er. Und Hankeln lässt wissen: „Parallel suchen wir auch andere Klinikträger, die gemeinsam mit uns die Produkte weiterentwickeln, um in Deutschland entsprechende Standards zu setzen." Das wäre gut.

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cwm

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