Ausgezeichnete Gesundheit 2019

Eine Kultur der Innovation zu pflegen ist wichtig, um Lösungen für bestehende Versorgungsengpässe zu finden. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung trägt auch dazu bei, Versorgungsideen im ambulanten Bereich zu fördern.

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) hat das Publikum bei einer Veranstaltung Mitte März in Berlin aufgefordert, per Liveabstimmung aus 16 erfolgreichen regionalen ambulanten Versorgungsprojekten vier Gewinner zu bestimmen. Dabei wurde jeweils ein Preis in einer der vier sich auf die medizinische Versorgung beziehenden Kategorien ― Digitalisierung, Vernetzung, Nachwuchsförderung sowie Patienten- und Versorgungssicherheit ― verliehen. Das Publikum setzte sich aus rund 300 Vertretern aus Politik, Ärzteschaft und Forschung zusammen.

Die an dem Abend vorgestellten Projekte legten ein Zeugnis dafür ab, mit welchem Ideenreichtum man Versorgungslücken beziehungsweise -engpässen im ambulanten Bereich begegnen kann. „Dieser Abend hat gezeigt, wie facetten- und ideenreich die ambulante Versorgung in Deutschland ist und mit welch hoher Kreativität und Engagement sich die Vertragsärzte ihren Patienten widmen. Wir als KV-System garantieren eine qualitätsgesicherte und wohnortnahe Versorgung durch Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten. Das bedeutet, dass vor Ort die besten Lösungen gefunden werden“, sagte der Zi-Vorstandsvorsitzende Dr Andreas Gassen.

Docdirekt gewinnt diesjährigen Digitalpreis

In der Kategorie „Versorgung digital“ votierte das Publikum für das Telemedizinprojekt docdirekt der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg. Es ermöglicht Patienten in Baden-Württemberg kompetente medizinische Beratung von niedergelassenen Ärzten mittels Telefon oder Videotelefonie zu erhalten. 

Vernetzte Versorgung beim Wundmanagement

In dieser Rubrik konnte sich das Praxisnetz Herzogtum Lauenburg durchsetzen. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von niedergelassenen Ärzten, Psychotherapeuten und Kliniken, die für ihre Initiative einer modernen, intersektoralen Wundversorgung ausgezeichnet wurden. Das Praxisnetz hat durch den Einbezug von sechs netzeigenen Wundmanagerinnen erreicht, dass die Versorgungsschnittstellen zwischen den behandelnden Haus- und Fachärzten sowie den Kliniken und dem zuständigen Pflegepersonal in den Einrichtungen gut funktionieren.

Nachwuchs fördern

Das „Medizinische Stipendium Osterburg“ wurde mit dem 1. Platz der Kategorie „Nachwuchsförderung“ bedacht. Damit möchte man Medizinstudenten dazu gewinnen, eine Praxis in Osterburg (sachsen-anhaltinische Altmark) zu übernehmen. Im Kern steht die Vergabe von Stipendien an Medizinstudenten, die diese gleichzeitig auf den Standort Osterburg verpflichten. Teil des Förderpakets ist unter anderem auch die Bereitstellung kostenlosen Wohnraums, aktives Standortmarketing und Förderung von Telemedizin und Mobilität.

Die mobile Arztpraxis gewinnt

Als Sieger der Kategorie „Versorgung mit Sicherheit“ ging die mobile Arztpraxis „Medibus“ hervor. Der mit Arzt- und Wartezimmer als auch Labor ausgestattete Bus der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen besucht mehrmals wöchentlich sechs Gemeinden in Nordhessen, um die hausärztliche Versorgung der dort lebenden Menschen sicherzustellen.

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cwm

Bessere Palliativversorgung durch Monitoring?

Bisher wurden die Bedürfnisse von Palliativpatienten und deren Angehörigen nicht systematisch erfasst. Ein Monitoring Projekt will das ändern.

Fernbehandlung für Parkinson

Mehr Lebensqualität durch Telemedizin