„Wir wollen Deutschland zum Vorreiter bei der Einführung digitaler Innovationen in das Gesundheitssystem machen“

Wie stellt man sich „großen gesellschaftlichen Herausforderungen“? Die Bundesregierung versucht dies in Ihrem vorgelegten Leitfaden Hightech-Strategie 2025, der sich auch mit einer Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege beschäftigt.

Die Bundesregierung setzt mit ihrer in dieser Woche vorgestellten Hightech-Strategie 2025 (HTS 2025) ressortübergreifende Ziele, Schwerpunkte sowie Meilensteine der Forschungs- und Innovationspolitik für die nächsten Jahre. Sie verfolgt damit hehre Pläne. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek betont, die Strategie soll „den Menschen Orientierung geben, neue Perspektiven aufzeigen und Mut und Lust auf Zukunft machen“. Karliczek fährt fort: „Ich bin überzeugt, dass wir mit kluger Forschungsförderung und wirkungsvollen Innovationen die Herausforderungen bewältigen und unser Leben verbessern können."

Der „Leitfaden für die Zukunft“ skizziert, „wie die großen Herausforderungen unserer Zeit bewältigt werden können“, heißt es in der Pressemitteilung der Bundesregierung, die insgesamt über 15 Milliarden Euro als Fördermittel allein für das Jahr 2018 veranschlagt hat. Bis 2015 sollen dann „gemeinsam mit der Wirtschaft und den Ländern 3,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes in Forschung und Entwicklung“ investiert werden. Dabei bündelt die Regierung ihre Aktivitäten in „12 Missionen“.

Weiterbildung, Innovation und Kooperationen als Grundlage

Damit die Förderung auch optimal in der Gesellschaft umgesetzt werden kann, wird sich die Regierung bemühen, HTS 2015 in ein fruchtbares Umfeld einzubetten. Dazu gehört unter anderem die Unterstützung von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, einer Innovations- und Wagniskultur, um Raum für das Aufkeimen kreativer Ideen zu schaffen, sowie der Transfer von Forschungsergebnissen durch intensivere Einbindung in europäische und internationale Netzwerke und Innovationspartnerschaften. Außerdem setzt das Zukunftsprogramm auf neue Instrumente, wie die Schaffung einer Agentur für Sprunginnovationen und die steuerliche Forschungsförderung speziell für kleine und mittelständische Unternehmen.

Die Agenda für das Gesundheitswesen

Gesundheit und Pflege zählen auch zu den „großen gesellschaftlichen Herausforderungen“, deren sich die Strategie annimmt. Hier liegt der Schwerpunkt auf einer leistungsstarken Gesundheitsforschung, internationalen Forschungspartnerschaften und dem Einsatz digitaler Innovationen. Insbesondere wird auf die Bekämpfung von Krebs fokussiert, die Regierung will „eine Nationale Dekade gegen Krebs ausrufen“, dazu soll die Weiterentwicklungen in der Krebsforschung angestoßen sowie erfolgreiche Aktivitäten gebündelt und gestärkt werden. Auch sollen Forschungsaktivitäten in den Bereichen der Prävention als auch der bevölkerungsbezogenen Gesundheit („public health“) verstärkt werden. Insgesamt sollen die Forschungsergebnisse schneller in die Praxis umgesetzte werden: „Die translationale Forschung werden wir vorantreiben“, heißt es in dem Papier. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung. In diesem Bereich soll „Deutschland zum Vorreiter bei der Einführung digitaler Innovationen in das Gesundheitssystem“ werden. Für den Weg dorthin gibt es eine „Roadmap zur Entwicklung und Umsetzung innovativer E-Health Lösungen und die Etablierung einer Dialog-Plattform „Digitale Gesundheit“, führt das Strategiekonzept aus.

Ob der anvisierte Zeitrahmen zur Umsetzung reichen wird?

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cwm

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