Apotheker stehen künstlicher Intelligenz positiv gegenüber

Neue Studie zur “Digitalisierung in der Apotheke“ konstatiert Aufgeschlossenheit der Apotheker zu dem Thema sowie technische Innovation überhaupt, weil sie sich einen Mehrwert, insbesondere besserer Arbeitsabläufe, dadurch versprechen.

Wie steht es in Deutschland mit der Aufgeschlossenheit der Apotheker gegenüber dem Thema Digitalisierung? Dieser Frage ging eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Aposcope auf den Grund. Gerade wurden die Ergebnisse der Studie “Status Quo 2019: Digitalisierung in der Apotheke" veröffentlicht. Die Umfrage, die nun bereits zum vierten Mal durchgeführt wurde, fand zwischen dem 4. bis 7. März 2019 statt. Unter den 503 Teilnehmern waren 98 Inhaber/Apothekenleiter, 41 Filialleiter, 112 angestellte Apotheker und 252 pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA).

Eines der zentralen Ergebnisse ist, dass Apotheker für technische Innovationen offen sind: 49 Prozent der Inhaber und 63,5 Prozent der Filialleiter sind der Ansicht, dass sich Apotheken auch im Digitalzeitalter erfolgreich geschäftlich positionieren können, heißt es in der Pressemitteilung anlässlich der Veröffentlichung der Studienergebnisse. Jedoch sehen 70 Prozent der Befragten, fast unverändert gegenüber den Umfragen der vergangenen Jahre, dass Apotheken einen Nachholbedarf im Bereich der Digitalisierung haben. Dies würde aber nicht heißen, dass sie schlecht aufgestellt seien, betonen die Verfasser der Studie. „Diese Einschätzung zeigt eher, wie realistisch Apothekenteams bereits die Digitalisierung bewerten. Denn so rasant, wie die Entwicklung derzeit voranschreitet, so muss es auch eine fortwährende Veränderungsbereitschaft in der Apotheke geben", kommentierte Thomas Bellartz, Geschäftsführer Ascope.

Künstliche Intelligenz wird mehrheitlich begrüßt

Die Mehrheit (53,1 Prozent) der Studienteilnehmer findet, dass künstliche Intelligenz (KI) ihnen die Arbeit in der Apotheke erleichtern könne. Die Befragten erhoffen sich von KI „eine Optimierung und/oder Erleichterung von Arbeitsabläufen oder eine weitergehende Minimierung von Fehlern bzw. die Unterstützung bei entsprechenden Kontrollen“, heißt es in der Pressemitteilung. Jedoch sind auch 11,3 Prozent der Teilnehmer der Ansicht, KI würde ihnen die Arbeit erschweren und mehr als ein Drittel haben sich zu dieser Frage noch keine abschließende Meinung gebildet.

Apotheken nutzen soziale Medien im Umgang mit Kunden

Die Studienteilnehmer zeigen eine hohe Affinität zu sozialen Medien als Kommunikationskanal zum Austausch mit Kunden. Apotheker nutzen im Vergleich zu dem Vorjahr verstärkt WhatsApp (89,1 Prozent) sowie Instagram (27,4 Prozent), wohingegen die Verwendung von Facebook (52,1 Prozent) stagniert. Auch bedienen sich PTAs mehr der sozialen Medien als Apotheker.

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cwm

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